Risikomanagement disruptiver Ereignisse in Supply Chains

Risikomanagement disruptiver Ereignisse in Supply Chains

01. Dezember 2020, 11:00 - 12:30 Uhr

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Beschreibung und Inhalte

Disruptive Ereignisse und deren Auswirkungen sind kein neues Phänomen, welches im Rahmen des Risikomanagements betrachtet werden muss. Durch die Entwicklungen der weltweiten Wertschöpfungsstrukturen hin zu globalen und vernetzten Supply Chains mit eng integrierten Logistik- und Wertschöpfungsprozessen hat sich die Verwundbarkeit der einzelnen Supply Chains aber erhöht. Längere Transportdistanzen, global verteilte Lieferanten- und Kundenstrukturen sowie die Abhängigkeit vom Funktionieren der eng getakteten Netzwerke sind anfällig dafür, bei einer nicht erwartbaren Störung von massiven Auswirkungen beeinflusst zu werden. Durch zunehmende politische und gesellschaftliche Unsicherheiten, durch die wachsende Zahl an extremen Umwelt- und Wetterereignissen aufgrund Veränderungen des Klimas und nicht zuletzt durch aktuelle Ereignisse wie die Corona-Pandemie wird die Bedeutung des disruptiven Risikomanagements stetig weiter hervorgehoben.

Die bestmögliche Vorbereitung und Reaktion auf Disruptionen sowie die Identifikation von potenziellen Gefahren und die möglichst schnelle Erholung der von disruptiven Störungen betroffenen Supply Chains ist als Teil des Risikomanagements somit ein immer wichtiger werdendes Feld. Die steigende Relevanz dieser besonderen Risikokomponente muss auch in den Strukturen, Prozessen und IT-Systemen von Unternehmen und in den unternehmensübergreifenden Supply Chains abgebildet werden. Aktuelle Technologien zur Unterstützung des Managements disruptiver Ereignisse, wie die Künstliche Intelligenz, die Blockchain oder auch die Simulation, werden erforscht oder stehen in manchen Fällen bereits technologisch und integriert in Softwarelösungen bereit. Die Anpassung der Prozesse und Strukturen sowie die organisationale und technologische Befähigung der Mitarbeiter sind Aufgaben, die viele Unternehmen aktuell noch leisten müssen.

Das Fraunhofer IML hat zu diesem Thema mit Unterstützung der Oracle Deutschland GmbH ein Whitepaper erarbeitet, das auf Basis von Experten-Interviews den Status Quo des Risikomanagements disruptiver Ereignisse in Supply Chains darlegt und Anforderungen an informationstechnisch unterstütztes Kollaboratives Risikomanagement formuliert. Im Rahmen des Webinars sollen die Ergebnisse vorgestellt und mit Experten aus Industrie und Wissenschaft diskutiert werden.

 

Inhalte des Webinars:

1. Begrüßung und Einordnung des Risikomanagements
2. Vorstellung des Whitepapers
3. Vorstellung simulationsgestützter Toolchains zum Management des Wiederanlaufs in wiederkehrenden LockDowns aufgrund von Corona
4. Round Table: Diskussion des Risikomanagements und des Anlaufmanagements von der operativen Steuerung bis zum strategischen Management.


Die Referenten

Prof. Dr. Michael Henke
Prof. Dr. Michael Henke
Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik (LFO) / Institutsleiter Unternehmenslogistik
Technische Universität Dortmund / IML Dortmund
Dr. Michael Müller-Bungart
Dr. Michael Müller-Bungart
Senior Manager Supply Chain & Network Operations
Deloitte Consulting GmbH
Armin Cibulski
Armin Cibulski
Sales Development Manager Cloud Solutions Germany
ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG
Prof. Dr.-Ing. Axel Wagenitz
Prof. Dr.-Ing. Axel Wagenitz
Professor für Wirtschaftsinformatik an der HAW Hamburg
Leitung Business Innovation Lab
Saskia Sardesai
Saskia Sardesai
Senior Scientist und Forschungskoordinatorin, Abteilung Supply Chain Engineering
Fraunhofer IML
Lorenz Kiebler
Lorenz Kiebler
Projektleiter, Abteilung Supply Chain Engineering
Fraunhofer IML
Marco Motta
Marco Motta
Abteilungsleiter Supply Chain Engineering / Geschäftsfeldleiter Planung, Steuerung und Logistik
Fraunhofer IML / Fraunhofer Allianz Automobilproduktion
Dr. Stefan Geraedts
Dr. Stefan Geraedts
Leiter Logistik
Behr-Hella Thermocontrol GmbH