Objectives and Key Results

Objectives and Key Results (OKRs) ist ein Management-System zur zielgerichteten und modernen Mitarbeiterführung. Google zählt beispielsweise zu den bekanntesten Anwendern des OKR-Systems. Bei BVL.digital ist dieses System ebenfalls seit 2020 erfolgreich im Einsatz.

Mission and Vision

Ganz am Anfang steht die Unternehmensvision: Warum bieten wir unsere Produkte überhaupt an? Die Mission von BVL.digital lautet beispielsweise:

Wir entwickeln herausragende Informations- und Kommunikationsplattformen, die Logistiker*innen bei der digitalen Transformation unterstützen

BVL.digital-Mission

Unsere Informations- und Kommunikationsplattformen sind beispielsweise:

Für jedes dieser Produkte legen wir deshalb quartalsweise Ziele („Objektives“) und Kennzahlen („Key results“) fest.

Objectives and Key Results

Das OKR-System unterscheidet einerseits qualitative Oberziele („Objektives“) und andererseits quantitative Kennzahlen als Unterziele („Key results“).

Qualitative Oberziele („Objektives“)

Qualitative Oberziele („Objektives“) beschreiben ein langfristiges Ziel.

Wir werden der führende deutschsprachige Logistik-Podcast

BVL.digital-Podcast: Objective #1

Um dieses Ziel zu messen, muss dafür eine Kennzahl festgelegt werden.

Quantitative Unterziele („Key results“)

Quantitative Unterziele („Key results“) definieren schließlich das angestrebte Quartalsergebnis. Jedes Key Result muss dabei per Definition eine Zahl enthalten:

Mehr als 1.000 registrierte Personen bei den Digital Logistic Days 2021.

BVL.digital-Events: Key Result #1 für das 1. Quartal 2021

Letztendlich haben sich 1.950 Personen zu den Digital Logistic Days 2021 angemeldet, das angestrebte Ziel wurde also zu 195% erreicht.

Quantitative Unterziele („Key results“) können verschiedene Messgrößen beinhalten:

  • Produkte: Wir entwickeln neue Produkte, beispielsweise einen neuen Podcast pro Woche, und verwenden neue Software.
  • Qualität: Wir erfüllen einen selbst definierten Qualitätsstandard, beispielsweise 8 von 10 Punkten.
  • Termin: Wir definieren einen Termin, an dem wir bestimmte Aufgaben erledigen.
  • Umsatz: Wir erzielen mit unseren Produkten einen hohen Umsatz bei geringen Kosten und somit auch einen hohen Erlös.

Ein stetiges Wachstum der quantitativen Quartalsziele ist selbstverständlich gewünscht, eine Übererfüllung der Planziele darüber hinaus ist sogar noch besser. Wenn ehrgeizige Planziele zu 70-80% erreicht werden, dann gilt dies im OKR-System durchaus als erfolgreich. Wichtig ist, dass man im Unternehmen offen über die Erfüllung der Planziele diskutiert.

Umsetzung

Zu Beginn eines jeden Quartals bestimmt jedes Team seine Objectives and Key Results (OKRs) und überprüft diese schließlich am Ende eines jeden Quartals. Zu Beginn, während der Einführung von OKR, ist die Diskussion über die Unternehmensziele mit einem zusätzlichen Zeitaufwand verbunden. Am Ende eines jeden Quartals ist es erforderlich, die Statistiken zu aktualisieren, um daraus dann die Kennzahlen ableiten zu können.

Während des Quartals wird die Entwicklung der Zahlen einmal pro Woche im Rahmen einer Teamsitzung überprüft. Falls die Zahlen hinter den Erwartungen zurückliegen, werden zusätzliche (Werbe-)Maßnahmen beschlossen.

Um zertifizierter OKR-Master zu werden, muss man eine dreitägige Weiterbildung besuchen und anschließend einen Test erfolgreich bestehen.

Vorteile und Nachteile der Objectives and Key Results

Die OKR-Methode macht die Unternehmensziele auf Quartalsebene transparent und erleichtert dadurch die innerbetriebliche Kommunikation, dies fördert somit auch Selbstorganisation und Einsatzbereitschaft der Teams. Da es üblicherweise maximal vier Objectives für das Unternehmen und je Team geben sollte, lernen Unternehmen, sich dadurch besser zu fokussieren.

Die OKR-Methode sollte allerdings nicht zur Leistungsbeurteilung einzelner Mitarbeiter verwendet werden, damit keine reinen Planerfüllungsaktivitäten verursacht werden. Wenn 10% mehr Kunden zu 20% höheren Kosten und 30% längeren Lieferzeiten führen, dann verursacht die Zahlensteigerung letztendlich mehr Schaden als Nutzen. OKR löst daher keine betriebswirtschaftlichen Zielkonflikte, sondern schafft lediglich Transparenz.

Manchmal gibt es unvorhersehbare Ereignisse, die erst nachträglich im OKR-System berücksichtigt werden können. Dr. Peter Gebhard, Bereichsleiter Logistik bei Hipp, berichtet beispielsweise im BVL.digital-Podcast #40 über die schnelle Anpassung der Konsumgüter-Logistik während der Corona-Krisenzeit. Während der Corona-Krise hat auch BVL.digital sein Programm kurzfristig und ungeplant umgestellt und 20 neue Podcast-Sonderfolgen „Logistik gegen Corona“ in sein Programm aufgenommen.

„OKR – Grundlagen und Best Practices zur Anwendung in Logistik und Produktion“ als Masterclass bei BVL.digital

Daniel Terner und Max Meister präsentieren in der Masterclass „OKR – Grundlagen und Best Practices zur Anwendung in Logistik und Produktion“ die Grundlagen und geben praktische Tipps für Einführung und Durchführung.

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